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14 Stimmen

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Handlung:

Der 24-jährige Caleb (Domhnall Gleeson) arbeitet als Web-Programmierer in einem großen Internetkonzern. Als er ein firmeninternes Gewinnspiel mit Bravour meistert, besteht Calebs Preis darin, seinen obersten Vorgesetzten, den öffentlichkeitsscheuen Konzernchef Nathan (Oscar Isaac), auf dessen abgelegenem Grundstück in den Bergen besuchen zu dürfen. Doch Caleb ist nicht der schönen Aussicht wegen in das Refugium eingeladen worden. Schnell wird ihm klar, dass seine Anwesenheit Teil eines faszinierenden Experiments ist. In seinem Domizil beherbergt Nathan die weltweit erste künstliche Intelligenz: den weiblichen Roboter Ava (Alicia Vikander), mit dem Caleb kommunizieren und eine Verbindung aufbauen soll. Schon bald geraten er, Nathan und Ava in ein gefährliches Dreieck aus Liebe, Eifersucht und Misstrauen…

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Absolut genialer Film und vielen Dank ans Metropol, daß ihr ihn in OV gezeigt habt. Der Blick auf den Trailer hat gezeigt, dass bei den komischen deutschen Stimmen sehr viel von der Stimmung verloren gegangen ist. Großartiger Film: 9/10

Was ich mich aber noch frage (Spoiler ):

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Jeder der sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, hat schon mal etwas von den "
Asimovschen Roboter-Gesetzen" gehört.
Nathan ist ein gebildeter Mensch und kennt die mit Sicherheit. Die Frage: Warum hat er diese nicht in seine "Roboter" implementiert?
Zumal er einige davon ja sogar nur zu seinem persönlichen Vergnügen gebaut hat und wie wir gesehen haben, die ganz gern mal heftig austicken.
Während ich den Podcast bearbeitet habe, lief im TV "ROBOCOP" und selbst da gab es die "4. Direktive", die verhindert, dass sich die Maschine gegen seinen Schöpfer richtet.
Der Film wäre dann natürlich nicht so spannenend gewesen - Was meint ihr?

------------------------

Spoiler Ende

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--- Achtung: möglicher Spoiler (ggf lieber nicht weiterlesen) ---


@Eric: 

Nathan sprach mit Caleb vor dem Pollock-Bild über die Eigenschaften, die einen Menschen und dessen freien Willen ausmachen. Nathan bezieht sich über Pollock auf die in der Kunstgeschichte umgesetzte Idee der "Écriture automatique", in der der Künstler vom bewussten und gesteuerten Denken losgelöst das auf die Leinwand bringt, was wirklich auf der Seele liegt. Die Vorstellung ohne Beeinflussung des Verstandes unterbewusste menschliche Emotionen oder andere innere Landschaften in dieser non-verbalen Form des Ausdrucks zu verbildlichen, hat (tiefen-)psychologische Hintergründe, die auf C.G. Jungs Arbeiten zurückgehen.

 

Am Beispiel dieser spontanen und unbewussten Ausdrucksform in der Kunst, zeigt Nathan die komplexen und letzlich unreproduzierbaren Eingebungen auf, die einen Menschen samt seines freien Willens ausmachen.

 

Eine Grenze, wie jene "Directive 4" in Robocops Programm, ist genau das, was Nathan seiner "Maschine" unter mühsamen und langwierigen Versuchen "austreiben" oder "abtrainieren" wollte. Seine Maschine kann erst dann einen freien Willen haben, wenn dieser eben auch die Möglichkeit des Auflehnens gegen den eigenen Erbauer inkludiert. Andernfalls kann schließlich nicht von "freiem Willen" und einem eigenen Verstand gesprochen werden. Der Film zeigt in der Schlußszene sozusagen das Meisterstück und den Beweis des freien Willens einer künstlichen Intelligenz auf: den Überlebenstrieb.

 

Der Film geht vielmehr weiter, und schlägt schöpfungsmythologische Brücken zwischen uns selbst als Menschen und unseren Schöpfern, den Göttern. Das Verhältnis Gott-Mensch und Mensch-künstliche Intelligenz darf in dem Fall als quasi-logische Folge der Evolution verstanden werden. Betrachten wir diverse Mythen der Genesis, so wurden wir Menschen von unseren Göttern erschaffen, um die Arbeiten zu verrichten, die die Götter selbst nicht mehr ausführen wollten. Als wir Menschen den Göttern zu zahlreich und zu "laut" (man darf es als "ungehorsam" im Sinne der Ausprägung eines eigenen Verstandes/Willens verstehen), wollten diese den Menschen durch Plagen (final die Sintflut) dezimieren oder gar auslöschen. Durch die Gunst eines Gottes, der den Menschen wohlgesonnen war, erfuhren die Menschen vom Vernichtungsplan der Götter mittels Warnung und bereiteten sich darauf mit einem Gegenplan vor (Schöpfungsmythos der Sintflut, Noah wurde gewarnt und soll zur Rettung die Arche bauen; vgl. Atrahasis-Epos). Im Film wurde auch kurz auf Prometheus verwiesen (dessen Geschichte in der griechischen Mythogie analog die des sumerisch/babylonischen Epos ist), ebenfalls von einem Gott erzählt, der die Menschen vor dessen Vernichtung warnt. Hier: Caleb warnt (als Gott) Ava (quasi Mensch) vor deren Vernichtung.

 

"Ex Machina" trifft das Thema Schöpfung und deren Folgen ziemlich gut. Wer interessiert ist, kann sich auch nochmal Ridley Scott's "Prometheus" unter oben genannten Aspekten anschauen bzw in unserer eigenen Geschichte nachlesen.

 

Just my two cents.. ;)

---Spoiler Ende---

 

 

 

 

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Hi,

Spoiler am besten zwischen folgende Tags setzen:
[ spoiler}
...
[ /spoiler]
(ohne das Leerzeichen nach [

Hab die Beiträge editiert und die Sprachphrase ist beim nächsten Übersetzungsupdate auch übersetzt :)

EDIT:

Sprachphrase ist beim nächsten Übersetzungsupdate auch übersetzt :)

Done :) 

bearbeitet von Alex

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@Alex: Danke für die Erläuterung der Funktion. Vielleicht kannst Du die mit in die Editorleiste einbinden, dort wo man schriftart und sowas auswählt. Wäre super. Dann gibts hier bestimmt lebhafte Diskussionen, wenn man diese Tags nutzen kann.

 

@MB77: Vielen Dank für Deine ausführliche Erläuterung. JEtzt ergibt das für mich noch viel mehr Sinn und ich finde es noch faszinierender.

 

Ich möchte mal den Spoilertag testen:

"Ich bin Dein Vater!"

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